So begab es sich, dass genau dieser Junge in der Nacht zum Heiligabend plötzlich fürchterlich krank wurde, so krank, dass ihm nur noch ein Arzt ihm hätte helfen können.
In der Notaufnahme angekommen und vor wegbleibender Luft kaum atmen könnend, wurde es sehr still um ihn. Seine Familie machte sich um ihren, sonst immer so ruhigen und herzlichen, Sohn viele Sorgen, ob er denn schnell genug zum Fest wieder gesund werden würde.
Spoiler vorweg: Nein, gesund werden rechtzeitig zum Fest wurde dieser Junge nicht mehr. Doch durch die großartige Hilfe der Ärzte blieb ihm jedoch weitaus Schlimmeres erspart. Nur seine Stimme, sein wichtiges Organ, verlor er durch eine kompliziert zu beschreibende und auszusprechende Erkrankung der Stimmbänder.
Am nächsten Abend war alles wie immer: Die Familie saß erleichtert im Wohnzimmer zusammen, führte die Bescherung durch, aß ein köstliches Festmahl und erfreute sich an der Ruhe und Besinnlichkeit des Abends.
Auch deshalb, weil dem Jungen aufgrund seiner inneren Wut, seine Stimme entzogen wurde.
In diesem Moment wurde ihm bewusst, dass allein seine Abneigung, ja sogar sein leichter Hass gegenüber diesem anderen Kind das Problem war. Jenes, das ihm nun seine Stimme geraubt hatte.
Er fürchtete sich in dem Moment vor noch Schlimmeren, aber er wusste, Furcht führt zu Wut. Wut führt zu Hass. Hass führt zu unsäglichem Leid. Ihm wurde klar, dass er niemals wieder...
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